Herzlich willkommen in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel

Nachhaltig und lebenswert in engagiertem Miteinander wohnen, arbeiten, feiern, aufwachsen, gestalten und lernen. So könnte man die Vision unseres Miteinanders in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel zusammenfassen. Wir streben nach dem Einklang von hoher Lebensqualität und zukunftsfähigen Lösungen für aktuelle gesellschaftliche  Herausforderungen.

 

In diesen Dörfern - ca. 35 S-Bahn- und Auto-Minuten südwestlich von Hannover, 10 Minuten vor Hameln - vereinen sich traditionell hohes Engagement und lebendige Vereinswelt mit herzlicher Gemeinschaft und innovativen Wegen der kollektiven Dörferentwicklung "von unten". Hier ziehen wir an einem Strang, nehmen die Gestaltung von Zukunftsfähigkeit in die eigenen Hände, und erfahren das als unmittelbare Lebensqualitätssteigerung.

 

Unsere Kleinsten wachsen mitten unter uns auf, in Kindergarten und Dorfgrundschule. Im selbstfinanzierten, selbstgebauten und selbstbetriebenen Regio-Bio-Markt versorgen wir uns mit hochwertigen Lebensmitteln zu kleinen Preisen. In unserer eigens erstellten monatlichen Zeitung informieren und vernetzen wir einander. Im Dorf-Kino gönnen wir uns Komödien, Dokumentationen, Dramen oder Eigenproduktionen unserer Film-AG. Alt und Jung lehren und lernen gemeinsam in der Dorfhochschule, musizieren im Musikzug und Musikverein, treiben Sport im FC, schießen im Schützenverein, oder singen gemeinsam in einem der drei Chöre. Bei unseren Dorffesten genießen wir gute Gesellschaft und vor Ort gebrautes Bier. Und ganz im Verständnis einer "Potentialentfaltungs-Gemeinschaft" haben wir laufend große Freude daran, neue Ideen für die Weiterentwicklung unserer Dörfer zu "spinnen".

 

Fest steht: Wer sich für bürgerschaftliches Engagement, innovatives Denken, langfristig orientiertes Gestalten, lebendig-warmherzige Gemeinschaft und nachhaltig-bewusstes Leben im Einklang mit der Natur interessiert und dazu bereit ist, die bestehenden Strukturen vor Ort (u. a. unsere Dorfgrundschule*) zu unterstützen, der wird sich bei uns wohl fühlen. Dabei möchten wir kein Öko-Dorf sein oder werden, sondern als „normales Dorf“ mit "normalen Menschen" aus der breiten Mitte der Gesellschaft dazu beitragen, dass das Bemühen um einen umweltschützenden, gemeinwohlorientierten, enkeltauglichen Lebensstil künftig als „normal“ in unserer Gesellschaft  akzeptiert und umgesetzt wird.

 

 

* Ab und zu erreichen uns Anfragen von Familien, die sich zwar einerseits sehr für den Regio-Bio-Laden, die Natur und die aktive Dörfergemeinschaft interessieren, die ihre Kinder aber andererseits auf eine freie Schule außerhalb unserer Dörfer (statt auf unsere Dorfgrundschule) schicken möchten. Diese Familien bitten wir darum, sich in anderen Dörfern nach Wohnraum umzuschauen. Warum wir da (im Sinne der Erwartungshaltung dieser Familien und im Sinne unserer Zeit und unseres Engagements) so klar sind: Wir stecken hier viel Arbeit, Energie, Geld und Risikobereitschaft in den Ausbau der Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer. Dabei eint uns der Wunsch, die bestehenden Versorgungsstrukturen zu erhalten, zu stärken oder gar auszubauen. Dazu gehört - an erster Stelle - der Erhalt unserer Dorfgrundschule. Wenn der ohnehin sehr beschränkte Wohnraum an Familien gehen würde, die ihre Kinder an andere Grundschulen schicken, würde das Gegenteil von dem passieren, wofür wir uns so engagieren: Erstens blieben weniger Kinder für unsere Dorfgrundschule, so dass in absehbarer Zeit wieder eine Stadtratsdiskussionen über die Schließung unserer Grundschule zu befürchten wäre. Zweitens würden unsere gemeinsamen Anstrengungen nicht nur nicht unterstützt, sondern sogar konterkariert, da eine solche Entwicklung bei anderen Dorfbewohner*innen in heftige Kritik geraten würden (wodurch wir Gefahr laufen würden, den Treibstoff aller hiesigen Entwicklung zu verlieren: Das gemeinschaftliche Spinnen und Anpacken vieler so verschiedener Dorfbewohner*innen). Drittens würden sinnlose Emissionen und sinnloser Ressourcenverbrauch vom Pendeln entstehen. Viertens würde eine Parallelwelt zwischen den „normalen Dorfkindern“ und den „alternativen Freischulkindern“ entstehen. Lasst uns gern gemeinsam dafür einsetzen, dass gute Veränderungsideen in der Mitte der Gesellschaft ankommen (z. B. durch die Diskussion und Umsetzung von Vorschlägen zur Weiterentwicklung einer "normalen Dorfgrundschule").